Heute ist Welttag des Designs – da feiere ich als re.Designerin auf jeden Fall mit. :-)

Design steckt eben auch in reDesign. Falls du noch nie davon gehört hast und ähnlich gute Englischkenntnisse besitzt wie ich: Redesign bezeichnet die Neugestaltung oder Überarbeitung eines Designs. Genau dafür steht auch recolere mit echt kreativ – also überdenken, erneuern, wieder bearbeiten.

Neben Wohnräumen, die auf diese Art und Weise wieder richtig aufgepeppt werden, habe ich vor ca. 8 Jahren meine Begeisterung für Kreidefarben entdeckt. Beistelltische, Ladenkommoden, Nachtkästchen, Konsolen oder Stühle durch grandiose, kreative Techniken zu verzaubern bringt mein Herz zum Lachen. Meinen allerersten Kreidefarbenkontakt hatte ich bei einem Workshop von Renate Nocker in Tirol, ab diesem Zeitpunkt war es um mich geschehen, eine never-ending-lovestory sozusagen.

Doch bevor ich den Pinsel schwinge, beginnt für mich die wichtigste Arbeit, die Grundreinigung. Zuerst starte ich mit dem Kompressor die Trockenreinigung, darauf folgt die Nassreinigung. In manchen Härtefällen auch mal mit dem Schlauch. ;-) Nur bei Massivholzmöbeln, versteht sich. Wenn der sichtbare Schmutz beseitigt ist, gehts an die „feinstoffliche“ Reinigung. Viele der guten Stücke haben doch schon einige Jahre hinter sich und somit auch ihre ganz persönlichen Geschichten – nicht alle sind Liebesgeschichten…
Die energetische Reinigung sehe ich persönlich als wertvolle Ergänzung, so bereiten die Möbel in ihrem neuen Kleid noch mehr Freude. Unterstützend verwende ich dafür ein spezielles biozertifiziertes Rosenwasser, dass sich auch für die Raumreinigung bestens eignet. Vieles über die Anwendung und Hintergründe von Rosenwasser, durfte ich von und bei Carlo Vagnières in der Schweiz kennenlernen, der damit schon seit fast 40 Jahren arbeitet und wertvolle Erfahrungen gesammelt hat.

Sobald das Möbel dann trocken ist, starte ich mit der Kreidefarbe. Auch hier durfte ich zu Beginn viel von einer echten Koryphäe auf diesem Gebiet lernen – Miriam Degischer aus Wien hatte damals noch ihren eigenen Laden, wo ich einige ihrer sensationellen Workshops besuchte. Heute gibt sie diese Kurse übrigens bei Fa. Hirschmugl/Mödling in Halle 8.

Neben verschiedenen Transfertechniken, ist für mich die „Strukturpaste“ (siehe Foto unten) eine der interessantesten Anwendungen oder auch das Erzeugen von Craquelier-Oberflächen. Immer wieder spannend wie es sich am Ende mit etwas färbigem Wachs zeigt.

Und meine fast schon antiken Malerwalzen, die durch unterschiedliche Farbkombinationen immer wieder für Überraschung sorgen sind sowieso schon soetwas wie mein kleines Markenzeichen. ;-)

Tja, jetzt hast du entweder Lust bekommen, selber loszulegen oder gerade entschieden, mir dein Möbel anzuvertrauen – ich freue mich über beides! In meiner neuen Werkstatt entstehen gerade echt hübsche Verwandlungen – ab Sommer gibt es dann auf meiner Homepage die Möglichkeit, diese Möbelunikate auch zu besichtigen und zu kaufen – also nur noch ein kleines bisschen Geduld…

 

Alles Liebe,
Birgit