Farben haben einen wesentlichen Einfluss auf uns, wenn es darum geht, wie wir die Welt um uns herum wahrnehmen und erleben. In allen Kulturepochen spielten die Farben deshalb seit jeher eine große Rolle – psychologisch, ästhetisch, religiös, symbolisch, physisch.
Neben der Wandmalerei hatte (bzw. hat) auch die Bemalung des Körpers eine große symbolische Bedeutung. Farben sind nicht nur reine Ausdruckmittel, man schreibt ihnen auch bedeutende, kosmische Kräfte zu und nutzt sie auch als Heilmittel.

Bei den physikalischen Grundlagen der Farben geht es um Schwingungsfrequenzen und Reflexionsgrade, die wichtig sind für diverse Berechnungen im Hinblick auf die Helligkeit in Räumen oder bspw. Wärmespeicherung und Oberflächentemperaturen. In den Farbenlehren nach Newton, Goethe, Schoppenhauer oder Ostwald werden die Farben in unterschiedliche Kategorien eingeteilt, an die du dich bestimmt noch aus deiner Schulzeit erinnerst: Urfarben, Mischfarben, Komplementärfarben, Nachbarfarben oder bunte und unbunte Farben. Wir haben vermutlich alle mindestens einen Farbkreis während unserer Schullaufbahn gezeichnet. ;-)
Eine für das Bauen und Wohnen angemessene Farblehre sollte jedenfalls ganzheitlich orientiert sein, also die psychisch-physische Wirkung zusammenfassend betrachten.

Glücklicherweise setzen sich die Physiologie und die Psychologie heute zunehmend mit der Tatsache auseinander, dass zwischen allen Lebewesen und Farben enge Beziehungen bestehen und dass Seele, Geist und Körper des Menschen durch diese gelenkt werden.
Unser Wohlbefinden wird also auch durch die elektromagnetischen Schwingungen der Farben positiv oder negativ beeinflusst.
In der Natur sind die Farben äußerst vielfältig und zudem „polychrom“ (vielfarbig, bunt). Künstliche Farben hingegen sind meist „monochrom“ (einfarbig), sie schwingen ganz anders! Wir sollten uns definitiv an der Natur orientieren.

Positiv auf das menschliche Gemüt wirken besonders die vier Urfarben Blau, Grün, Rot und Gelb. Der genaue Farbton, die Farbtiefe, die Oberflächenstruktur und die Qualität der Farben, oder das Zusammenspiel verschiedener Farben und nicht zuletzt die Lichtqualität, spielen dabei eine immens wichtige Rolle.
Die Farberlebnisse sind zwar persönlich individuell (subjektiv) je nach Alter, Geschlecht, Stimmung etc. verschieden, aber es lassen sich doch allgemein gültige Gesetzmäßigkeiten erkennen. Sehr sparsam sollten jedenfalls Schwarz, Weiß und Grau verwendet werden, diese sind nicht, wie viele meinen,  neutral! Ich weis, dass die meisten Wohnräume leider „unbunt“ ausgemalt sind…

Doch wenn deine Wohnumwelt Gesundheit und Wohlbefinden fördern soll, dann ist es nun höchste Zeit für Farbe an deinen Wänden!
Hier ein paar Tipps für dich:

  1. Die Farbgebung in Wohnräumen soll eine beruhigende, erholende Funktion ausüben
  2. Nicht zu viele verschiedene Farben und keine zu großen Farbkontraste. Dekorationen mit Nachbarfarben ähnlicher Farbtöne.
  3. Dunkle kalte Farben in kleine Räumen vermeiden. Dunkle warme Farben hingegen können kleine Räume beleben.
  4. Achte auf die Qualität des Farbanstriches! (ob Naturfaben, Lehmfarben, Kalkfarben, Silikatfarben, Mineralfarben…)

 

Welche Art von Anstrich sich für deinen Untergrund am besten eignet, erfährst du in ausgewählten Fachgeschäften. Ich kann dir diesbezüglich die Fa. Hirschmugl – Naturbaustoffe sehr empfehlen!

Welche Farbe(n) sich am besten für DICH und deinen Raum eignet, das könnnen wir gerne bei einer Tasse Kaffe klären. Ich sehe mir dann die Proportionen deiner Räumlichkeit, die natürlichen Lichteinfälle und Oberflächenstrukturen an. Ausserdem möchte ich von dir wissen, wie oder wofür du deinen Raum nutzen möchtest und natürlich dein Geburtselement erfahren. Du merkst vielleicht gerade, dass es da ganz schön viele Aspekte gibt, die in eine optimale persönliche Farbgestaltung einfließen. ;-)
Ich freue mich, wenn ich dich dabei unterstützen darf!

Alles Liebe,
Birgit