Gesundheit ist für jeden wichtig – daran soll uns der Weltgesundheitstag am 07. April erinnern. Im Mittelpunkt steht das Thema Gesundheit & Wohlbefinden. Ich möchte dir heute aufzeigen, warum ich der Überzeugung bin, dass Wohnen mindestens so viel Einfluss auf unsere Gesundheit hat wie zum Beispiel Sport oder Ernährung.
Ergänzend möchte ich hier noch die Definition von Gesundheit lt. WHO einfügen: Gesundheit ist ein Zustand vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen.
Gesund wohnen: Warum es so wichtig ist
Wir verbringen den Großteil unseres Lebens in Innenräumen. Umso entscheidender ist es, wie diese Räume gestaltet sind. Schadstoffe, schlechte Luftqualität, Lärm oder unpassende Lichtverhältnisse können sich negativ auf Körper und Geist auswirken. Ein gesundes Wohnumfeld hingegen unterstützt Regeneration, Konzentration und emotionale Stabilität.
Wie ein Raum aufgebaut, eingerichtet und gestaltet ist, beeinflusst direkt unsere Stimmung, unser Verhalten und sogar unsere körperliche Gesundheit. Dabei geht es nicht nur um Ästhetik, sondern um Funktion, Wirkung und Balance.
Die Verbindung von Baubiologie und Wohnpsychologie zeigt: Räume wirken – bewusst und unbewusst.
Baubiologie: Die Grundlage für gesundes Bauen
Die Baubiologie beschäftigt sich mit der Wechselwirkung zwischen dem Menschen, Gebäude und Umwelt. Ziel ist es, Wohnräume so zu gestalten, dass sie möglichst schadstoffarm, nachhaltig und gesundheitsfördernd sind.
Zentrale Prinzipien:
- Natürliche Materialien: Holz, Lehm, Kalk und andere ökologische Baustoffe regulieren Feuchtigkeit und verbessern das Raumklima.
- Schadstoffvermeidung: Verzicht auf Lösungsmittel, Formaldehyd oder andere belastende Stoffe.
- Gute Luftqualität: Durchdachte Lüftungssysteme und atmungsaktive Materialien.
- Elektrosmog-Reduktion: Minimierung elektrischer und magnetischer Felder.
- Licht und Sonne: Nutzung von Tageslicht zur Unterstützung des natürlichen Biorhythmus.
Ein baubiologisch geplantes Haus schafft somit die Grundlage für ein gesundes Leben!
Wohnpsychologie: Wie Räume auf uns wirken
Während die Baubiologie eher die physische Gesundheit betrachtet, beschäftigt sich die Wohnpsychologie mit der emotionalen und mentalen Wirkung von Räumen. Und: Wie Räume unser Verhalten steuern.
Wichtige Aspekte:
- Farben: Farbwirkungen gezielt einsetzen. Ich orientiere mich dabei auch an dem Bezug zu den 5-Elementen.
- Raumaufteilung: in aktive und passive Bereiche gliedern, Rückzugsorte sind wichtig für Entspannung.
- Ordnung und Struktur: Klarheit im Raum reduziert Stress und steigert Wohlbefinden.
- Persönlichkeit im Raum: Authentische Gestaltung stärkt Identität und Geborgenheit.
Unsere Umgebung beeinflusst unser Verhalten oft stärker, als uns bewusst ist.
Der Zusammenhang: Bauen, Wohnen und Einrichten
Ein gesundes Zuhause entsteht erst durch das Zusammenspiel aller drei Bereiche:
- Gesund bauen
Bereits bei der Planung werden wichtige Entscheidungen getroffen: Grundstückswahl, Materialien, Ausrichtung des Hauses, Lichtführung und technische Ausstattung.
- Bewusst wohnen
Das tägliche Nutzungsverhalten spielt eine große Rolle: regelmäßiges Lüften – manuell oder durch eine kontrollierte (dezentrale) Wohnraumlüftung, bewusstes Heizen und ein achtsamer Umgang mit Raumpflegeprodukten.
- Sinnvoll einrichten
Möbel, Farben, Licht und Dekoration haben einen entscheidenden Einfluss auf die Raumwirkung. Eine gut durchdachte Raumgestaltung, in Abstimmung auf deine Wohnbedürfnisse, fördert deine Widerstandsfähigkeit und sorgt für mehr Vitalität im Alltag.
Folgend ein paar praktische Tipps für dein gesundes Zuhause, die sich immer umsetzen lassen, egal ob in Miete oder Eigentum:
- Verwende möglichst natürliche und schadstofffreie Materialien (Wandfarben, Teppiche, Wohntextilien, etc)
- Achte auf gute Beleuchtung in deinen Räumen – eine schlechte Beleuchtung kann Müdigkeit, Kopfschmerzen und Konzentrationsprobleme fördern.
- Sorge für gute Luft durch regelmäßiges Lüften
- Reduziere unnötige Technik im Schlafzimmer
- Setze auf eine harmonische Farbgestaltung die dir guttut
- Halte Räume sauber und funktional
- Integriere Pflanzen für ein besseres Raumklima
- Achte auf gute Akustik (Textilien, Teppiche und Vorhänge verbessern die Akustik)
- Möbel funktional und ergonomisch wählen
Fazit
Gesundheit beginnt im eigenen Zuhause. Wer beim Bauen, Wohnen und Einrichten auf baubiologische und wohnpsychologische Prinzipien achtet, schafft nicht nur einen schönen, sondern auch einen gesunden Lebensraum. Es lohnt sich, bewusst zu planen und zu gestalten – für mehr Lebensqualität, Tag für Tag.
Ich freue mich, wenn ich dich dabei unterstützen darf!
Alles Liebe,
Birgit

