Wie deine Hausfassade Körper und Geist entspannen kann.
In einer Welt, die immer hektischer wird, sehnen sich viele Menschen nach Orten der Ruhe und Erholung – nicht nur im Inneren des Hauses, sondern auch im Außenbereich. Eine erholsame Fassadengestaltung kann dabei erstaunlich viel bewirken. Sie schafft nicht nur ein harmonisches Erscheinungsbild, sondern wirkt sich auch positiv auf das Wohlbefinden aus.
Vor einigen Tagen hatte ich mich mit einer lieben Wohnpsychologie-Kollegin aus der Schweiz getroffen. Sie war auf der Durchreise und wir haben für unser Treffen das Freilichtmuseum in Großgmain (Salzbg.) gewählt. Man kann dort ganz gemütlich von Haus zu Haus spazieren und diese auch von innen besichtigen. Klar haben wir dabei manche Aspekte der alten Häuser aus wohnpsychologischer Sicht bewertet, so auch die Fassaden.
Wie hätten wir uns gefühlt, wenn wir den Tag in einer Neubau-Siedlung verbracht hätten? Anders, besser – Was denkst du?
Die Fassade: mehr als nur eine Hülle.
Sie schützt, repräsentiert und prägt den ersten Eindruck. Doch darüber hinaus hat sie auch eine emotionale Wirkung: Farben, Materialien und Strukturen beeinflussen, wie wir uns fühlen, wenn wir nach Hause kommen oder an einem Gebäude vorbeigehen. Eine ruhige, ausgewogene Fassadengestaltung kann den Alltag entschleunigen und eine Atmosphäre von Geborgenheit schaffen – ähnlich wie ein gepflegter Garten oder ein gemütlicher Innenraum.
Wesentliche Apsekte einer sogenannten erholsamen Fassadengestaltung sind die Lesbarkeit, Symmetrie und Maßstäblichkeit.
Darüber hinaus sind folgende Faktoren mitentscheidend:
Farbigkeit
Farben haben eine starke psychologische Wirkung. Für eine entspannende Fassadengestaltung eignen sich vor allem Naturtöne (Sand, Taupe oder Creme) und Pastellfarben bzw. gedämpfte Farben. Diese Farbwelten sind unaufdringlich, harmonisch und lassen sich wunderbar mit Holz oder Stein kombinieren.
Natürliche Materialien
wie Holz, Putz, Naturstein oder Klinker schaffen ein authentisches, warmes Gesamtbild. Eine Holzverschalung in hellem Ton oder eine feine Kalkputzstruktur kann das Sonnenlicht sanft reflektieren und so eine freundliche Ausstrahlung erzeugen. Wer nachhaltige Baustoffe verwendet, tut nicht nur der Umwelt etwas Gutes, sondern sorgt auch für ein gesünderes Wohnklima.
Begrünte Fassaden bzw. Bepflanzung vor der Fassade
Nichts wirkt beruhigender als lebendes Grün. Vertikale Gärten, Rankpflanzen oder Efeu-Fassaden bringen Natur direkt ans Haus. Sie verbessern das Mikroklima, filtern Schadstoffe aus der Luft und schaffen eine optische Verbindung zwischen Architektur und Umgebung. Wenn du mehr über geeignete Pflanzen für begrünte Fassaden erfahren möchtest, melde dich gerne bei mir.
Lichtkonzept: Sanfte Akzente setzen.
Auch die Beleuchtung spielt eine große Rolle. Warmweißes Licht mit indirekter Führung sorgt für Geborgenheit, während punktuelle Spots auf Pflanzen oder Strukturen die Architektur stimmungsvoll betonen. (am besten zeitlich begrenzen – denke an die Insekten! ;-))
Tipp: Kleine gestalterische Elemente wie zum Beispiel schlichte Hausnummern aus Edelstahl oder Holz oder natürliche Dekorationen (z. B. Tonvasen, Holzbank oder Steinelemente) können die Ruhewirkung zusätzlich verstärken.
Ich bin der Überzeugung eine erholsame Fassadengestaltung ist weit mehr als eine ästhetische Lösung – sie verschafft dir ein Stück Lebensfreude, jedes Mal wenn du nach Hause kommst.
Durch die bewusste Wahl von Farben, Materialien, Begrünung und Licht entsteht ein harmonisches Gesamtbild, das Körper und Geist zur Ruhe kommen lässt. Denn: Wenn schon die Fassade ein Gefühl von Ruhe und Ausgeglichenheit vermittelt, beginnt das Wohlfühlen bereits, bevor man das Haus betritt. ;-)
Alles Liebe,
Birgit

