Wenn Gebäude krank machen

Anlass für das Thema meines heutigen Blog-Beitrages ist der gestrige Welttag der Kranken (am 11. Februar). Ob gefühlt oder tatsächlich – ich habe den Eindruck es erkranken immer mehr Menschen, die Symptome werden immer rätselhafter und Diagnosen bleiben sogar häufig aus… 
Ich möchte dir heute vom Sick-Building-Syndrom erzählen.

Das Sick-Building-Syndrom (kurz SBS) ist lt. Wikipedia ein in den 1970er Jahren entstandenes Konzept zur Beschreibung und Erforschung gesundheitlicher Störungen im Zusammenhang mit dem Aufenthalt in bestimmten Häusern oder Innenräumen (Bspw. Büro).
Es beschreibt den Umstand, wenn Gebäude Menschen krank machen.

Häufige Ursachen sind unzureichender Luftwechsel, Schimmelpilze (durch bspw. unsachgemäß oder nicht gewartete Klimaanlagen), Schadstoffe aus Baumaterialien, niedrige Luftfeuchtigkeit, Elektrosmog und Feinstaubbelastung.
Das alles kommt häufig auch in neu errichteten Gebäuden vor. Typische Beschwerden sind Kopfschmerzen, Augen- und Schleimhautreizungen, Konzentrationsschwäche, Schwindel und Hautirritationen.

Um das Risiko noch zusätzlicher Schadstoffe in Gebäuden zu minimieren, möchte ich dich heute auf das Thema Raumpflege, also Putz- und Waschmittel oder auch Möbelpflegeprodukte, aufmerksam machen.

Ein bewusster Umgang mit Putz- und Waschmitteln bedeutet, die Zusammenhänge zwischen unserem Alltag, der Natur, dem Wasser und der menschlichen Gesundheit zu verstehen. Alles, was wir ins Waschbecken, in die Toilette oder in die Waschmaschine geben, gelangt ins Abwasser. Dieses wird zwar in Kläranlagen gereinigt – doch viele chemische Inhaltsstoffe lassen sich nicht vollständig herausfiltern.

Wenn Fische, Mikroorganismen und Pflanzen geschädigt werden, hat das Folgen für das gesamte Ökosystem.
Der Mensch steht nicht außerhalb dieses Systems – wir sind Teil davon.

Die Verbindung zur menschlichen Gesundheit

Was wir in die Umwelt geben, kommt auf Umwegen zu uns zurück:

  • Rückstände im Trinkwasser

  • Schadstoffe in Nahrungsmitteln

  • Hautreizungen oder Allergien durch aggressive Inhaltsstoffe

  • Belastung der Raumluft durch synthetische Duftstoffe

Besonders empfindlich reagieren Kinder, ältere Menschen und Menschen mit sensibler Haut.

Nachhaltige Alternativen – kleine Veränderung, große Wirkung

Nachhaltige Wasch- und Putzmittel setzen dagegen auf biologisch abbaubare Inhaltsstoffe, verzichten auf unnötige Chemikalien und sind oft besser hautverträglich.

Darüber hinaus helfen einfache Maßnahmen:

  • Waschmittel richtig dosieren

  • Konzentrierte Produkte wählen

  • Nachfüllsysteme nutzen

  • Hausmittel wie Essig oder Natron gezielt einsetzen

Ich mache viele meiner Saubermittel schon seit Jahren selber und kann es mir heute gar nicht mehr anders vorstellen. Ja, und manchmal kaufe ich trotzdem noch ausgewählte Waschmittel in einem Geschäft. Wenn ich das Gefühl habe, für manche Wäscheteile (Arbeitsjacke, etc.) braucht es wieder mal „etwas mehr“ – das ist dann für mich auch okay. Den Erfolg sehe ich hier in den eingesparten Dosen, nicht in den gekauften. ;-) 

Wenn du gerade Lust bekommst deine Pflege- und Reinigungsmittel auch selber zu machen, findest du sehr viele wertvolle Tipps und Rezepte auf smarticular oder auf meiner Homepage unter echt garten. :-) 
Du glaubst gar nicht, wieviel Plastikmüll du nebenbei noch einsparst…

Bewusstsein schafft Verantwortung

Wenn wir verstehen, dass jeder Waschgang und jeder Putzvorgang Teil eines größeren Kreislaufs ist, verändert sich unsere Perspektive. Unsere Räume sind nicht isoliert von der Natur. Jeder Griff zum Reinigungsmittel ist auch eine Entscheidung darüber, wie wir mit Wasser, Umwelt und unserer eigenen Gesundheit umgehen. Sauberkeit darf nicht auf Kosten der Natur gehen!

Nachhaltige Putz- und Waschmittel sind kein Verzicht – sie sind ein Beitrag zu einem gesunden Gleichgewicht zwischen Mensch und Umwelt.

Solltest du Interesse haben, an einem Workshop „z.Saubermittel selbermachen“, lass es mich gerne wissen!

 

Alles Liebe, 
Birgit